Für Wissbegierige: Lexikon der Positiven Psychologie und Positive Leaderhship

Die wichtigsten Begriffe moderner Führung kurz erklärt

A

B

Bindung

Bindung ist gemäss Klaus Grawe ein menschliches Grundbedürfnis. Damit sind gelingende und positive Beziehungen aller Art gemeint. Dieses Grundbedürfnis besteht auch bei der Arbeit. Führungskräfte tun deshalb gut daran, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Gelingen der Beziehungen der mitarbeitenden untereinander aber auch zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich sind. Gelingende Beziehungen sind zudem auch eine Voraussetzung für das Entstehen von Resonanz (siehe auch unter "R").

 


Burn-Out

Burnout ist ein Begriff, der eine spezielle Art der Erschöpfung als Folge andauernden Stresses bezeichnet. Burnout wird oft als ein Gefühl totaler Überforderung und emotionaler Erschöpfung erlebt. Moderne Führungskräfte sind sich der Ursachen und Problematik von Burnout bewusst. Sie kennen Symptome (bei sich und anderen), nehmen diese ernst und haben das Bestreben, eine Kultur zu schaffen, die Burnout vermeidet. 

 


C

Charakterstärken

In der positiven Psychologie spielen Stärken eine zentrale Rolle. Die Forschung zeigt eindrücklich, dass Menschen, die auf ihre Stärken und Talente fokussieren, wesentlich erfolgreicher und zufriedener sind. Positive Führungskräfte wissen um dieser Tatsache und kennen Instrumente, mit denen sie die Stärken ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erkennen können. Zudem setzen moderne Führungskräfte ihre Mitarbeitenden gemäss ihren Stärken ein. Ein Instrument um Stärken zu messen, ist der online Test, der von der Universität Zürich auf www.charakterstaerken.org kostenlos angeboten wird. Charakterstärken werden auch als "Values in Action ViA" bezeichnet.

 


E

Einfluss

"Einfluss" ist einer der vier Motivatoren aus dem Konzept des positive Leadership, wie wir es auch mit unserem Kompass Modell beschreiben. Wer Menschen führt, sollte Ihnen bewusst Mitgestaltungsmöglichkeiten geben. Führungskräfte, die ihren Angestellten die Chance zur Mitsprache und/oder Mitentscheidungen geben, schaffen eine Rahmenbedingung, die eindeutig motivierend sein kann. 

 


Emotionale Achterbahn

Die emotionale Achterbahn ist ein Modell, dass die Gefühle des Menschen in Situationen von Veränderungen beschreibt. Veränderungen/Wandel/Change führt bei Menschen immer zu einer emotionalen Wirkung. Chefinnen und Chefs, die sich dessen bewusst sind, sind von Reaktionen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weniger überrascht, können Widerstände im Change besser einordnen und haben eine echte Chance, Teams und Menschen für Wandel zu gewinnen. Durch diese Bewusstheit kann Wandel durchaus ohne äusseren klassischen Druck im Sinne eines altmodischen Führungsverständnisses wie "Command & Control" gelingen.

 


Employer Branding

Gerade in Branchen und Zeiten des Fachkräftemangels gewinnt dieser Begriff inflationär an Bedeutung. Vereinfacht dargestellt geht es darum, ein Unternehmen oder eine Organisation insgesamt als attraktiven Arbeitgeber darzustellen und sich dadurch von anderen Wettbewerbern im Arbeitsmarkt positiv abzuheben. Nebst Massnahmen aus dem Bereich des Marketings spielt aber auch die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine zentrale Rolle. Alle Führungspersonen eine wichtige Einlfussmöglichkeit: Sie können nämlich mithelfen, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen die Menschen im Unternehmen zufrieden sind, Leistung erbringen können und ihre positiven Erfahrungen im Sinne von "Mund zu Mund - Propaganda" über soziale Netzwerke, Bewertungsportale etc. teilen. Ein moderner Führungsstil, wie beispielsweise positive Leadership, unterstützt diese Tatsache.

 


Extensions-Gedächtnis

Das Extensionsgedächtnis ist ein sogenanntes Funktionssystem aus der PSI-Theorie von Professor Julius Kuhl (Universität Osnabrück). Vereinfacht dargestellt handelt es sich dabei um einen Teil des Gehirns, der vor allem dann aktiv ist, wenn sich Menschen in einer eher ruhigen, gelassenen Stimmung befinden. Nur dann ist es möglich, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kreativ sind, ihre Bedürfnisse kennen und spüren, lösungsorientiert handeln und denken usw. Leaderinnen und Leader, die sich dieser Tatsache bewusst sind, versuchen dafür zu sorgen, dass auch in Unternehmen eine gelassene, positive und kreative Stimmung herrschen kann. Denn Menschen, die oft mit eher negativen Emotionen unter Druck und Belastung unterwegs sind, sind im Gegensatz dazu nicht lösungsorientiert, nicht kreativ und tragen damit auch nicht zu konstruktiven Arbeitssituationen bei.

 


F

Frontalkortikale Kontrolle

Der Frontalkortex ist ein Teil unseres Gehirns, mit dem wir unter anderem emotionale Impulse kontrollieren und steuern können. Das ist in vielen Situationen sehr wichtig (vor allem dann, wenn es auch um logisches und rationales Denken geht und dass in gewissen unternehmerischen Situationen auch gefordert ist). Unsere Grundbedürfnisse sind aber in einem anderen System im Gehirn zu Hause. Wer seine Grundbedürfnisse häufig oder gar chronisch mit dem frontal Kortex (dem rationalen Verstand) unterdrückt und kontrolliert, geht hingegen das Risiko ein, krank zu werden. Positive Führungskräfte wissen um die Bedeutsamkeit der menschlichen Grundbedürfnisse für die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber auch für unternehmerischen Erfolg.

 


G

Glück

Der Begriff "Glück" ist in den letzten Jahren Gegenstand vieler wissenschaftlicher Untersuchungen geworden. Im unternehmerischen Kontext ist vor allem wichtig, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Führungskräfte auf allen Stufen über folgenden Mythos Bescheid wissen: Erfolg ist keine Voraussetzung um zufrieden zu sein! Die Umkehrung hingegen ist wissenschaftlich belegt: wer zufrieden ist, ist mit einer grösseren Wahrscheinlichkeit erfolgreich. So wurde zum Beispiel in Studien bewiesen, dass Mitarbeiter im Verkauf bzw. im Vertrieb mehr und besser verkaufen, wenn sie mit einer optimistischen Einstellung/Mindset unterwegs sind. 

 


GRIT

GRIT ist ein Begriff aus der positiven Psychologie. Er bezeichnet einen Charakterzug, der geprägt ist von Beharrlichkeit und der Leidenschaft eine Person, langfristige Ziele zu verfolgen auch wenn diese vielleicht nur schwer oder mühselig zu erreichen sind. 

 


Grund-bedürfnisse

Professor Klaus Grawe erforschte und beschrieb vier menschliche Grundbedürfnisse, die allen Menschen gemeint sind; unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht Kultur usw. Diese vier Grundbedürfnisse sind das Streben nach Lustgewinn und Unlustvermeidung, Aufbau und Erhaltung von Selbstwert, gelingende Beziehungen sowie das Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle. Moderne und positive Führungskräfte widmen sich gezielt den Grundbedürfnissen (bei sich selber und bei anderen) und schaffen dadurch ein grosses Potenzial für eine kreative, leistungsstarke und erfolgreiche Arbeitsumgebung. Gleichzeitig unterstützen solche Führungskräfte die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 


I

Intentions-gedächtnis

Das Intentionsgedächtnis ist ein Funktionssystem aus der PSI Theorie von Professor Julius Kuhl (Universität Osnabrück). Vereinfacht formuliert handelt es sich dabei um den Teil des Gedächtnisses, der auch mit der Ratio bzw. dem Verstand umschrieben werden könnte. Dieses Gedächtnissystem ist vor allem dann aktiv, wenn Menschen in einer konzentrierten er sachlichen Stimmung unterwegs sind. Nur so können Absichten, Ziele, Pläne usw. erarbeitet und formuliert werden.

 


Intervision

Viele Hirne wissen mehr als ein einziges. In diesem Sinne ist die Intervision eine Methode, in der Menschen gemeinsam nach Lösungen für ein konkretes Problem suchen. So kann beispielsweise ein Arbeitskollege ein Thema einbringen, und die anderen Kolleginnen und Kollegen im Team unterstützen ihn bei der Lösungsfindung. Häufig wird dabei eine speziellen methodischen Vorgehensweise gefolgt, die den Lösungsfindungsprozess gezielt unterstützt. Moderne Führungspersonen nutzen dieses Wissen und die Kenntnis um derartige Lösungsfindungsprozesse.

 


Intuition

Mit Intuition im wissenschaftlichen Sinne ist keine spirituelle Eingebung gemeint, sondern die Tatsache, dass im menschlichen Gedächtnis unendlich viel Wissen und Erfahrungen gespeichert werden. Es gibt Theorien, die davon ausgehen, dass alle Erfahrungen gespeichert werden und zwar bereits ab der fünften Schwangerschaftswoche. Mit Intuition ist gemeint, Zugriff auf dieses gesammelte Erfahrungswissen zu haben. Voraussetzung dafür ist eine gelassene und entspannte Stimmung (--> siehe auch Extensionsgedächtnis).

 


intuitive Verhaltens-steuerung

Die intuitive Verhaltenssteuerung ist ein Funktionssystem aus der PSI Theorie von Professor Julius Kuhl (Universität Osnabrück). Dieser Teil des Gedächtnisses ist vor allem dann aktiv, wenn Menschen in gehobener positiver Stimmung sind. Spontanes, eher unüberlegtes und sehr intuitives Handeln ist also vor allem im Zusammenhang mit positiven Affekten/Emotionen möglich. Moderne Führungskräfte schaffen deshalb immer auch Rahmenbedingungen, in denen positive Erlebnisse möglich sind. Sie feiern mit ihrem Teams Erfolge und sorgen authentisch und gezielt für positive Emotionen bei sich und anderen.

 


K

Kollegiale Fallberatung

Die kollegiale Fallberatung (--> siehe auch Intervision) ist eine Methode, bei der Menschen sich gegenseitig beraten um Probleme lösen zu können. 

 


L

Leadership

Leadership ist mehr als nur Führung. Leadership ist eine Haltung bzw. ein Mindset. Leadership beinhaltet auch ein Menschenbild. Und positive Leadership ist insbesondere ein Führungsstil, bei dem Führungskräfte ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Teams wertschätzend und auf Augenhöhe führen. Im Fokus stehen primär die Menschen mit Ihren Bedürfnissen (siehe auch --> Grundbedürfnisse). Moderne Führungskräfte, mit einer Haltung und einem Mindset im Sinne von Positive Leadership, holen das BESTE aus Ihren Mitarbeitenden; nicht das Meiste.

 


Lustgewinn

Das Bedürfnis nach Lustgewinn bzw. Vermeidung von Unlust ist nach Prof. Klaus Grawe ein Grundbedürfnis, das allen Menschen innewohnt. Wir tun gut daran, in unserem Leben mehr von dem zu tun, was uns Lust und Freude bereitet. Die Wissenschaft zeigt, dass Menschen, die chronisch und dauerhaft das tun, was ihnen Unlust bringt, das Risiko eingehen, psychisch und/oder physisch zu erkranken.

 


M

Management

Management ist deutlich vom Begriff Leadership zu unterscheiden. Schwergewicht des Managements sind Aufgaben im Bereich Planung, Organisation, Budgetierung, Kontrolle etc. Das sind in jedem Unternehmen und jeder Organisation zweifelsfrei wesentliche und relevante Aufgaben. Wirkungsvoll werden Managementtechniken und Managementaufgaben aber erst mit den Menschen im Unternehmen. Dazu braucht es Leadership: Das Schaffen motivierender Rahmenbedingungen, damit die Menschen im Unternehmen gerne und loyal die Aufgaben wahrnehmen.

 


MbO

MbO - Management by Objectives - bedeutet frei übersetzt "Führen mit Zielen". Diese Managementtechnik geht davon aus, dass die Unternehmensziele in kleinere Ziele bzw. Teilziele aufgeteilt werden können. Wenn alle Mitglieder der Organisation die Teilziele verfolgen und erreichen, werden somit auch die grossen, übergeordneten Unternehmensziele erreicht. Dabei sollten die allerdings die Menschen nicht vergessen gehen. Ziele werden nur erreicht, wenn die Menschen diese motiviert und mit einer positiven Energie anpacken. MbO allein schafft diese Voraussetzung nicht. Die häufig damit verknüpfte Methode, "smarte" Ziele zu formulieren, ist zwar situativ sinnvoll, aber ebenso kein Garant für echte, nachhaltige Motivation.

 


Mindset

Der Begriff Mindset wird heute sehr vielfältig verwendet. Häufig ist damit eine Erhaltung bzw. Einstellung zu einem bestimmten Thema gemeint. Viele Unternehmen wünschen sich beispielsweise Mitarbeitende mit einem "agile Mindset", damit diese in agilen Umgebungen und Teams den neuen Anforderungen der Wirtschaft gerecht werden können.

 


Mitarbeiter-bindung

Grundsätzlich meint dieser Begriff die Massnahmen einer Unternehmung, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst lange zu halten bzw. an das Unternehmen zu binden. Im Sinne eines modernen Unternehmens- und Menschenverständnisses ist aber vor allem eine Mitarbeiterbindung im Fokus, die dazu führt, dass die  sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter loyal, engagiert und motiviert mit positiven Emotionen dem Unternehmen bzw. der Institution verbunden fühlen.

 


Motivation und Motivatoren

Die Wissenschaft weiss heute, dass Motivation nicht erzwungen werden kann. Motivation entsteht, wenn Menschen in einem Ziel oder einer Handlung Sinn erkennen, wenn sie den Handlungsspielraum erkennen und nutzen können, wenn sie aufgrund ihrer Ressourcen und Stärken Zuversicht empfinden und mit der Handlung und dem Ziel in Resonanz sind. Moderne und positive Führungskräfte sehen es deshalb als ihre Aufgabe an, den mitarbeitenden Rahmenbedingungen zu schaffen in denen die vier vorher genannten Motivatoren möglichst gut erfüllt sind. So kann Motivation entstehen.

 


Mottoziele

Mottoziele (auch Haltungsziele genannt) sind ein Begriff aus dem Zürcher Ressourcenmodell ZRM. Dabei geht es - im Gegensatz zu den klassischen "smarten" Zielen um Haltungen, zu denen man innerlich gefühlt "Ja!" sagen  kann. Es ist nachgewiesen, dass Mottoziele eine hohe Handlungsenergie und Motivation freisetzen können. 

 


O

Objekterken-nungssystem

Das  Objekterkennungssystem ist ein Funktionssystem aus der PSI Theorie von Professor Julius Kuhl. Vereinfacht gesagt kann es als der Teil des Gehirns bezeichnet werden, der bei einer negativen Stimmung bzw. einem negativen Affekt aktiviert ist. Diese Aktivierung ist notwendig, wenn Fehler gesucht werden sollen, wenn eine hohe Detailorientierung notwendig ist oder der negative Affekt vor Gefahren warnen soll (zum Beispiel Angst). 

 


Optimismus

Optimismus kann als eine Lebensauffassung verstanden werden, in der das Leben grundsätzlich durch eine positive, lebensbejahende Grundhaltung sowie eine zuversichtliche und positive Erwartung bestimmt ist. Es ist heute gut nachgewiesen, dass Optimismus nicht alleine eine Frage der Genetik ist, sondern zu grossen Teilen von Menschen erlernt oder verlernt wurde. Optimismus kann also durchaus auch entwickelt werden.

 


Orientierung und Kontrolle

Gemäss Professor Dr. Klaus Grawe haben alle Menschen das Grundbedürfnis nach Sicherheit, Orientierung und Kontrolle. Gerade in Situationen von Veränderungen und Change, ist aber dieses Grundbedürfnis bedroht oder sogar verletzt. Moderne Führungskräfte wissen um diese Tatsache und ergreifen auch im Change und Wandel situativ Massnahmen zur Befriedigung dieses Grundbedürfnisses.

 


P

Persönlichkeit

Die Persönlichkeit eines Menschen (manchmal auch mit dem Begriff Charakter umschrieben) kann mit verschiedenen Eigenschaften beschrieben werden. In der Vergangenheit wurden viele Persönlichkeitsmodelle beschrieben. Das bekannteste ist wohl das Modell der sogenannten "Big FIve", das unter anderem Persönlichkeitseigenschaften wie Introversion/Extraversion oder Offenheit für neue Erfahrungen beschreibt.  Bis heute wird meistens davon ausgegangen, dass diese Persönlichkeitseigenschaften stabil und dauerhaft sind und sich nicht grundlegend verändern lassen.

 


PSI-Theorie

Die PSI Theorie wurde von Professor Dr. Julius Kuhl an der Universität Osnabrück entwickelt und kann als sein Lebenswerk bezeichnet werden. Es handelt sich dabei um eine Persönlichkeitstheorie. Sie findet häufig Anwendung im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung und des Selbstmanagements, in dem auf Ressourcen fokussiert werden kann, die eine Regulation von Emotionen/Affekten möglich machen.

 


R

Resilienz

Mit Resilienz ist die psychische Fähigkeit gemeint, Krisen zu bewältigen und diese sogar durch eigene Ressourcen für die eigene Entwicklungen nutzen zu können. Mit Resilienz ist also auch die Fähigkeit zu Belastbarkeit und innerer Stärke gemeint. 

 


Resonanz

Resonanz entsteht in allen Formen menschlicher Beziehungen. Wenn Menschen sich begegnen entsteht aus der Sicht der Neurowissenschaft Resonanz, indem im Hirn die sogenannten Spiegelneuronen des Gegenübers aktiviert werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass deshalb jede Form menschlicher Begegnungen durch die Resonanz im gegenüber auch biologische Prozesse ausgelöst werden.

 


S

Selbst-management

Im engeren Sinne meint Selbstmanagement die praktische Fähigkeit, das eigene Leben managen zu können. Konkret gemeint sind dann Fertigkeiten wie Aufgabenpriorisierung, Zeitplanung usw. Im weiteren – und auch moderneren – Sinne, meint aber Selbstmanagement auch die Fähigkeit, die eigenen Stimmungen und Emotionen auf eine positive Art regulieren zu können und damit das eigene Selbst besser leben zu können. 

 


Selbstwert

Der Erhalt und Aufbau des Selbstwerts ist eines der vier Grundbedürfnisse, die Professor Dr. Klaus Grawe erforscht und definiert hat. Menschen streben demnach nach Selbstwert und tun gut daran, in einem Umfeld zu leben und zu arbeiten, in denen die Erhaltung und Förderung des Selbstwerts möglich ist.

 


Sinn

Sinn ist einer der vier grossen Motivatoren (nebst der Möglichkeit Einfluss zu nehmen, zuversichtlich zu sein und positive Resonanz zu erleben). Moderne und positive Führungskräfte sind sich dessen bewusst und schaffen Möglichkeiten, mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über Sinn zu sprechen und das Erleben von Sinn in der Arbeit möglich zu machen.

 


smarte Ziele

Das Konzept der "smarten" Ziele ist im wesentlichen eine Methodik zur Formulierung von Zielen, wie es häufig in Unternehmungen verwendet wird. Die einzelnen Buchstaben im Wort smart stehen für s = spezifisch, m = messbar, a = attraktiv, r=realistisch und t=terminiert. Aus heutiger Sicht der Wissenschaft machen aber smarte Ziele nur situativ Sinn und führen nicht zwangsläufig zu echter, nachhaltiger und gesunder Motivation.

 


Stärken und Talente

Stärken und Talente hat jedes Individuum. Wer seine Stärken und Talente gut kennt und sie täglich möglichst oft nutzen kann, fördert nachgewiesenermassen seine positiven Emotionen und steigert die Zuversicht. Zuversicht ist ein wesentlicher Motivator. Zuversicht spendet den Menschen die notwendige Energie, die täglichen Aufgaben und Herausforderungen motiviert anpacken zu können. 

 


Stress

Stress ist eine psychische Belastung, die durch spezifische äussere Reize (so genannte Stressoren) hervorgerufen werden kann. Das Stressempfinden ist hochindividuell. Wer chronisch/dauerhaft einem gewissen Stresspegel ausgesetzt ist, läuft Gefahr, gesundheitlich Schaden zu nehmen (Erschöpfungsdepression, Burn-Out, somatische Erkrankungen).

 


V

Veränderungs-bereitschaft

Veränderungsbereitschaft ist eine Haltung, eine Einstellung, ein Mindset. Alle Menschen sind in Ihrem Leben mit der Tatsache konfrontiert, dass sich Dinge und Situationen ändern. Digitalisierung, Automatisierung, VUCA-Welt sind nur einige Beispiele, die beispielsweise Unternehmen zu Veränderungen bewegen. Wer veränderungsbereit ist, hat gegenüber Change und Wandel eine offene Haltung, einen positiven Mindset.

 


Veränderungs-fähigkeit

Wer etwas ändern will oder soll, oder mit Wandel und Change konfrontiert ist, kann sich Fähigkeiten und Fertigkeiten aneignen, damit gut umzugehen. Häufig wird in diesem Zusammenhang auch von Skills im Change gesprochen. Davon zu unterscheiden ist aber die -->Veränderungsbereitschaft.

 


W

Werte

Werte und Wertvorstellungen sind für eine Person allgemein erstrebenswerte Eigenschaften und Haltungen, die (aus ihrer Sicht) als moralisch und ethisch gut befunden werden. Menschen, die sich ihrer Werte bewusst sind, können ihr Handel daran ausrichten. Das kann vor allen in schwierigen Zeiten eine wesentliche Orientierungshilfe sein.

 


Z

Ziele

Ziele beschreiben einen anzustrebenden und gewünschten Endzustand. Ziele wurden und werden häufig als Mittel zur Selbstmotivation oder zur Motivation anderer genutzt. Dieser Kausalzusammenhang ist aber nicht allgemeingültig. Es spielen viele andere Aspekte eine Rolle. So hat beispielsweise die Einstellung/Haltung/Mindset eine wesentlich höhere Motivationskraft als die messbaren und ausformulierten Ziele selbst.

 


ZRM 

Das Zürcher Ressourcen Modell «ZRM®» ist ein Selbstmanagement-Training und wurde von Dr. Frank Krause und Dr. Maja Storch für die Universität Zürich entwickelt. Es wird laufend durch wissenschaftliche Begleitung auf seine nachhaltige Wirkung hin überprüft. «ZRM®» beruht auf neuesten neurowissenschaftlichen Erkenntnissen zum menschlichen Lernen und Handeln. Es bezieht systematisch kognitive, emotive und physiologische Elemente in den Entwicklungsprozess mit ein. Durch eine abwechslungsreiche Folge von systemischen Analysen, Coaching, theoretischen Impulsreferaten und interaktiven Selbsthilfetechniken entwickeln und erweitern die Teilnehmenden ihre Selbstmanagementkompetenzen.

 


Zufriedenheit

Wer zufrieden ist, ist innerlich ausgeglichen, ist mit den gegebenen Verhältnissen und Situationen einverstanden und hat gerade nichts daran auszusetzen. Die Wissenschaft weist nach, dass zufriedene Menschen leistungsfähiger und lösungsorientierter sind als unzufriedene Menschen. Zufriedenheit führt also zu Erfolg. Der Umkehrschluss, dass Erfolg zufrieden macht, ist ein Mythos.

 


Zuversicht

Zuversicht ist einer von vier zentralen Motivatoren und Energiespendern. Zuversicht entsteht, wenn Menschen Ihre Talente und Stärken einsetzen können, sich Ihrer Ressourcen und Fähigkeiten bewusst sind. Zuversicht und Selbstwertaufbau hängen eng miteinander zusammen.